Autorengedanken

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Du hast diese Wahnsinnsidee für einen absoluten Bestseller, kennst deine Figuren ganz genau und musst das Ganze nur noch aufschreiben. Also munter drauf los? Schreiben, bis die Fingerkuppen glühen?

Oder besser erst mal einen Plan machen? Eine (grobe) Gliederung oder gleich ein minutiös ausgearbeitetes Skript mit allen Eckdaten? Quasi ein Storyboard, das dann nur noch mit Einzelheiten gefüllt werden muss, eine reine Fleißaufgabe.

Hm.

Jeder hat wohl seine eigene Art, seine Story zu entwickeln und das ist auch gut so. Für mich muss das Schreiben in erster Linie aus dem Bauch heraus kommen und sich gut anfühlen. Das ist zwar diversen Formschwankungen unterworfen, aber das nehme ich in Kauf. An manchen Tagen läuft es wie von selbst, an anderen quäle ich mich. Aber nie lange. Wenn es nicht laufen will, dann ist das so – also lege ich eine Pause ein und warte ab. Oft entwickeln sich Ideen über Nacht und am nächsten Tag fließen die richtigen Formulierungen nur so aus mir raus.

Also alles nur Bauch und kein Kopf? Nö, das natürlich auch nicht.
Die Story steht ganz am Anfang als eine Leitlinie, an die ich mich halte. Ich weiß, wo ich beginne und wo ich hin will. Ich skizziere sowohl meine handelnden Personen als auch den groben Ablauf der Geschichte. Das hilft mir, den Überblick zu behalten und am Ende alle einzelnen Handlungsstränge zu einem großen Ganzen zusammenzufügen.

Vieles entsteht aber erst beim Schreiben. Charaktere entwickeln sich anders als geplant, Teile des Plots nehmen eine ganz andere Dynamik an als im Storyboard festgehalten war. Und genau das ist für mich das Spannendste am Schreiben: Wenn deine Figuren so lebendig werden, dass sie ein Eigenleben entwickeln.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass bei mir am Anfang das Handlungsgerüst und eine Abfolge bestimmter Ereignisse stehen, die sich im Laufe des Schreibprozesses verändern können (und sollen).

Wie ich die Fäden zusammenhalte, den Überblick nie verliere und welches Textverarbeitungssystem ich schätzen gelernt habe, wird Bestandteil des nächsten Blogs sein.

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